Sonntag, 2. Dezember 2007

Franzwoche

27.11.-2.12.
Am Dienstag den 27.11. ist um 16.50 Uhr die Maschine aus Amsterdam am Flughafen gelandet. Die kleine Tanja ist mit dem Linienbus zum Flughafen gefahren, um ihren Franz dort abzuholen. Natürlich war ich mal wieder viel zu früh dran und hab da ewig rumgestanden. Naja, die Anzeigetafel hat den Flug von Amsterdam zwar angezeigt, aber nicht, dass er auch wirklich gelandet is, was mich ein wenig nervös machte. Aber nach einigen Minuten bangem Warten öffnete sich die Tür und der kleine grinsende Franz kam auf mich zu. Endlich.
Nachdem wir ein bisschen verwirrt die Haltestelle für den Linienbus gefunden hatten, stiegen wir dort ein. An der nächsten Station mussten wir gleich umsteigen, was auch nich mit größeren Schwierigkeiten verbunden war. Naja, der Bus fuhr zwar zum Zentrum, aber nich über Fantoft. Also mussten wir im Zentrum nochmals umsteigen, um schließlich nach etwa 1 1/2 Stunden zu Hause anzukommen.
Erstmal was gegessen und dann einen ruhigen, gemütlichen Abend mit Filmchen gucken. Naja, der Abend war so lange ruhig, bis um kurz nach zwölf zwei meiner mädels singend vor meiner Zimmertür standen. Aber das hatte ich mir schon gedacht. Nunja, da wurde mir dann das Geburtstags-Wander-Zepter überreicht. Dann ging es ans Geschenke auspacken. Waren schöne Sachen dabei. Aber das beste Geschenk war, dass der kleine Franz bei mir war...

Am nächsten Tag sind wir dann mit dem Bus in die Stadt gefahren. Wir haben uns zuerst das alte Hafenviertel Bryggen angeschaut und einige Tourishops abgeklappert. Dann hab ich Franz meine Uni gezeigt. Zum Abschluss waren wir in der Garage und haben noch einen Tee getrunken, weil wir komplett durchnässt waren. Naja, Bergen halt, es hat mal wieder geregnet.
Das wars auch schon, was wir an meinen Burzeltag gemacht haben.
Abends waren wir im 14. Stock und haben mit den Mädels zusammen noch Kuchen gegessen. Der arme kleine Franz unter so vielen bekloppten Weibern...Aber wir hatten unsren Spaß.

Donnerstags haben wir den ganzen Tag nur rumgegammelt, weil das Wetter immernoch nich besser war. Wir haben uns die Zeit mit Filme gucken vertrieben.

Am Freitag waren wir zuerst an der Stabkirche und dann nochmal in der Stadt und trotz schlechtem Wetter sind wir dann doch noch auf die Aussichtsplattform hochgefahren. In der Bahn war mir bissi bange, das ging teilweise ganz schön steil hoch. Als wir oben aus der Bahn kamen, war es auf einmal ziemlich kalt, weil da ein recht kalter Wind ging. Wir sind dann aber nicht mit der Bahn runtergefahrn, sondern gelaufen. Und der Spaziergang war echt schön.



Danach waren wir nochmal an der Uni, weil ich noch ein paar Sachen ausdrucken musste und kurz einkaufen. Nach dem wir gegessen hatten, sind wir wieder hoch in 14 C. Da fing ich dann an, den Waffelteig zu machen und Nadine und Johanna haben dann netter Weise das Waffeln machen übernommen, während ich den Platz des Djs eingenommen habe. Wie immer waren viele der geladenen Gäste zu spät, aber es war trotzdem ganz lustig.
Um zehn Uhr verließ ich zusammen mit Franz meine eigene Geburtstagsparty. Unten im 7. Stock haben wir die anderen Metaller eingesammelt und sind zusammen los in die Stadt. Im HULEN war nämlich "Den store Heavy Metal festen". Der Eintritt war mit 120 NOK mal wieder nich grad wenig. Das sah da so aus, dass den ganzen ein und dieselbe band gespielt hat, aber die Sänger ständig wechselten. Ich mein, ich versteh nich besonders viel von Musik, aber wenn ich höre, dass der auf der Gitarre daneben greift, spielt er gar nich mal so gut und von den Sängern war einer schlechter als der andere. Die haben einen Klassiker nach dem anderen zerplückt und zerstört. :( Wenn die noch mein Lieblingslied gespielt hätten, dann waren meine Springerstiefel auf die Bühne geflogen... Wir sind dann auch etwas früher gegangen und haben sogar noch den Nachtbus erwischt. Um viertl nach drei waren wir dann zu Hause. Meine Mitbewohner sahen es mal wieder nich ein ruhig zu sein, was mich tierisch geärgert hat. Die haben dann noch direkt vor meiner Zimmertür aufm Flur rumrandaliert. Mittlerweile weiß ich sogar wers war, dh wenn SIB das rausfindet, werde ich keinen Cent bezahlen, sondern die Schuldigen melden. Wir konnten in der Nacht dann etwa um sieben einschlafen, als es dann leise wurde.

Der Samstag sah in etwa genau so aus, wie der Donnerstag mit lange ausschlafen, zu Hause bleiben und Film gucken.

Am Sonntag mussten wir etwas früher aufstehen. Wir haben gefrühstückt, dann hat Franz seine Sachen gepackt und um halb drei hab ich ihn dann zur Bushaltestelle gebracht. Dort hab ich ihm auf Wiedersehen gesagt. Aber gott sei dank nicht für sehr lange, denn in zwei Wochen komm ich ja nach Hause und wir sehen uns wieder.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Lisas Purzeltag

12.10.
Am 11.10. ist unsere Lisa 24 Jahre alt geworden. Das sollte natürlich gebührend gefeiert werden. Schon einige Tage vorher hatte die Gute an alle ihre Bekannten Einladungen verteilt.
Der engere Kreis hat Kuchen gebacken (Ja, auch ich) und ihr natürlich bei den Vorbereitungen geholfen. Doch bis diese um 17.00 Uhr anfingen, hatte die kleine Tanja schon zwei Bier getrunken, da sie sich ziemlich über den bekloppten norwegischen Zoll geärgert hatte. Aber egal, die schlechte Laune war auch bald wieder verflogen. Und als wir die Küche soweit prepariert hatten, dass die Party hätte steigen können, war gerade noch genug Zeit zum Duschen und Umziehen bevor es zum Vorspill ging. Dies fand heute bei Hazel im B-Block statt. Schon da hatten wir Gesprächsthemen, die man normalerweise erst nachts um drei im Vollsuff aufnimmt...aber wir hatten Spaß.


Um ca. viertl nach neun wurde dann die Location gewechselt und wir fanden uns in der Küche in C14 ein. Ich hab dann erst mal mim geliehenen Werkzeugkasten die Schraube im Fenster wieder an ihren Platz gedreht und wir konnten das Fenster rausmachen und es in Sicherheit in Annis Zimmer bringen. Und im Nachhinein, wären wir da in der Hitze gestorben, wenn das Fenster nicht gefehlt hätte. Leider war am Anfang ziemlich Tote Hose. Irgendwann fiel dann auch noch teilweise der Strom aus und es hat die Boxen gefetzt. Doch schnell war von hilfreichen Wohnheimskollegen für Ersatz gesorgt und die Party konnte weitergehen. Am späteren Abend wurde die Küche voller und voller (genause wie die Partybesucher). Zitat Lisa: "Da sind tausend Leute in der Küche. Kennt ihr die?" Nein, wir kannten die auch nich. Aber es wurde nich randaliert und soweit ich mitbekommen habe, wurde sogar nicht mal geraucht, was ein Wunder für ne Küchenparty is.



Irgendwann gegen zwei Uhr hat mich aber dann nach einigen vielen Bierchens und Wodka (wo der herkam weiß ich nich mehr genau) die Müdigkeit übermannt und ich bin mal ins Bett gegangen.
Am nächsten Morgen war ich um 10.00 Uhr morgens wach und fit. Als wir gegen halb zwölf mit dem Aufräumen begannen, sahen die anderen teilweise noch gar nich so gut aus oder lagen noch gänzlich bei den Toten. Aber wir hatten die vorherigen Zustände der Küche relativ schnell wieder hergestellt. Danach haben wir alle zusammen schön gemütlich, in lustiger Runde, gefrühstückt.

Samstag, 6. Oktober 2007

Lesewoche

1.10.-5.10.
Diese Woche fielen fast alle Kurse der Uni aus, weil wir Lesewoche hatten. Und was machen die Studenten, wenn sie frei haben? -Richtig. Sie gehen saufen. Das haben wir am Montag Abend z.B. gemacht. Da im Inside montags abends das Bier "nur" 29 NOK kostet, konnte ich Thomas dazu motivieren mit mir dahin zu gehn. Wir haben vorher bei mir bissi vorgeglüht. Das hat mich dazu bewogen vorher mein Zimmer mal wieder richtig auf Fordermann zu bringen. Na, jedenfalls haben wir sogar tiefsinnige Gespräche geführt, was ich echt mal wieder gebraucht habe. Sind dann mim letzten Bus nach Hause gefahren.

Dienstag war ich mit den Mädels in der Stadt. Als ich nach Hause kam, war echt noch superschönes Wetter und ich bin mit Thomas nochmal zur Stabkirche gelaufen. Haben ein paar tolle Photos gemacht und ich hab beinahe einen Herzstillstand gehabt, weil der Kerl die steile Felswand runterkrackselt.



Wir haben uns dann relativ lange mit ner jungen Dame unterhalten, die wir dort getroffen haben. Danach waren wir noch kurz im Supermarkt. Den Abend hab ich dann, so wie immer vor meinem Laptop verbracht.

Mittwoch hab ich es endlich geschafft, auf den Ulriken (der höchste Berg rund um Bergen) hochzuwandern. Thomas, das Weichei wollte von Anfang an mit der Gondel fahren, die hatte aber zum Glück wegen Dreharbeiten geschlossen.
An der ersten Weggabelung wussten wir nich wirklich welchen Weg wir wählen sollen. Also sind wir dann zwei Frauen gefolgt. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass dies eher ein Kletterweg als ein Wanderweg war. Naja, aufgrund dessen, dass meine Begleitung lange keinen Sport mehr gemacht hatte, mussten wir sehr oft pausieren.





Aber dabei konnten wir die schöne Landschaft und die tolle Aussicht genießen. Ich hatte jedenfalls ne Menge Spaß, als wir Freeclimbing betrieben haben und wie die Gemsen in der Felswand hingen. Und das Wetter hat auch mitgespielt. War also ein sehr schöner Tag, obwohl wir hinterher ganz schön zerstört waren. Vor allem, weil der Abstieg sehr hart war und ziemlich auf die Gelenke ging. Den Abend haben wir im Klubb Fantoft bei einem Feierabendbierchen ausklingen lassen.

Am Donnerstag hatte ich nich wirklich was zu tun, also hab ich mich den andern angeschlossen. Die mussten in die Uni und dies und jenes in der Bib und am Kopierer erledigen. Im Supermarkt waren wir dann auch noch kurz. Was an diesem Tag noch so alles passiert ist, scheint nich besonders wichtig gewesen zu sein, da ich mich grade nich mehr daran erinnern kann. Aber saufen waren wir nicht,soviel weiß ich noch...

Freitag waren wir beim folksregisteret (sowas wies Einwohnermeldeamt). Ich bin jetzt offiziell in Norwegen und bekomme in zwei Wochen meine norwegische ID-Nummer zugeschickt. Klingt wichtig, gelle?
Nachmittags waren wir dann wieder wandern. Wir sind erstma ne halbe Ewigkeit mim Bus dahingegondelt. Wie der Berg hieß, weiß ich leider nich mehr, aber es war ne sehr schöne Tour. Auf der Hochebene gibt es zwei Seen, um die man herumwandern kann. Das war richtig toll, da sich die umgebenden Berggipfel im klaren Wasser spiegelten.





Als wir die Spitze erreicht hatten, haben wir erstmal schön Picknick gemacht und Klein-Deppi-Tanja hat ihre halbe Brotdose mit Keksen aus Versehen ausgeschüttet. Naja, dann haben die Vögel auch was davon.

Als wir den Berg runtergestolpert waren, haben wir uns an die nächstgelegene Bushaltestelle gesetzt und auf den Bus gewartet. Der kam aber leider, auch nach ner halben Sunde warten, nich. Irgendwie ham die scheinbar die Bushaltestelle still gelegt und vergessen das Schild abzumontieren. Sind dann zur nächsten hingelaufen und da kam dann tatsächlich innerhalb von 5min ein Bus, der uns wieder nach Hause gebracht hat.
Am Abend haben wir dann ne kleine Party in der Küche im 14. gefeiert, um Nadines Besuch zu verabschieden. Am Ende waren wir dann noch im Fantoft Klubb wos wieder mal feuchtfröhlich zuging...Die Bilder dazu will aber niemand sehn. Irgendwann sind wir dann betrunken in unsere Betten gefallen. Und so nahm die Lesewoche ein glorreiches Ende, ohne dass man auch nur eine Seite der Texte für die Uni gelesen hatte.

Sonntag, 30. September 2007

Weekend

27.9.-29.9
Am Donnerstag Abend um 23.00 Uhr klopfte es an meiner Tür. Als ich öffnete, stand Nadine vor mir, die meinte wir gehn jetzt in die Stadt und die andern warten an der Bushaltestelle auf uns. Ich mich schnell in Schuhe und Jacke geworfen und mit ihr zur Bushaltestelle gehetzt. Da saßen die andern auch noch rum und warteten auf uns.

Wir waren im "Studenten" und ich hatte ausnahmsweise mal den richtigen Dresscode und wurde reingelassen. Die ersten paar Stunden waren relativ lustig und selbst ich konnte auf einige abgehn und Party machen. Auch die andern hatten alle ihren Spaß.

Doch am Ende hat der Dj ungefähr zwei Stunden am Stück nur noch üblen Techno gespielt und ich bin dadrin fast durchgedreht. Die hatten auch irgendwann kein Fassbier mehr, das hat mich noch mehr genervt. Doch auch die Mädels hatten irgendwann keinen Bock mehr und wir sind dann mim Taxi heim gefahrn. Es war viertl nach drei, als wir in Fantoft ankamen und ich war kein bisschen müde. Da hab ich mich noch zwei Stunden an meinen Laptop gesetzt.


Nach 4 1/2 Stunden Schlaf bin ich topfit aufgewacht. Das Wetter war suuuuper und ich hatte ne Menge Energie. War dann erstma die Mädels wecken und hab versucht sie zu motivieren, mit mir wandern zu gehn. Aber da war wenig zu machen. Sie wollten lieber mittags in die Stadt fahrn. Ich hab nachgegebn und wir ham ausgemacht, dann samstags morgens um elf Uhr wandern zu gehn.
Wir hatten dann einen richtigen Frauennachmittag. Zuerst haben wir jedes Souvenirgeschäft in Bryggen durchgemacht, dann haben wir in der Sonne ein viel zu teures Eis gegessen und danach waren wir noch im Einkaufszentrum auf Shopping-tour. Das Ende unseres Tages bildete ein Besuch in der Unibib zum Kopieren von irgendwelchem Zeug von der Nadine.
Der Freitagabend war nich ganz so toll. Ich hab erst nen Film geschaut und dann hatte ich kalte Hände und bin in die Küche um mir nen Tee zu machen. In diesem Moment standen dann die Mädels im Flur und haben mich motiviert mit ihnen auf die Message-Party im ersten Stock zu gehn. Stand ich dann da unten mit meinem Tee in der Hand und alle andern warn besoffen. Es wurden immer mehr und mehr Leute in diesem engen Flur und ich hab Paras gekriegt. Hab dann um zwölf oder so die Kurve gekratzt und bin ins Bett.


Am Samstagmorgen um 10.00 Uhr aufgestanden gefrühstückt und dann die Mädels wecken gegangen um wandern zu gehn. Doch wieder konnte ich die Weichlinge nich motivieren. Hab dann den Simon gefragt und der meinte, dass er sich um zwölf mit ein paar andern Leuten trifft, um auf den Lövstakken hochzumarschieren. Ich dachte mir da: "naja, gut. Lövstakken die Zweite, aber hauptsache Aktivität."
Wir waren dann ne Truppe von drei Deutschen und drei Franzosen. Als wir losgingen, war das Wetter noch gut. Auf dem Weg nach oben, wurde der Regen immer schlimmer. Doch die Landschaft war mal wieder faszinierend.






In dem Moment, als wir den Gipfel erreicht hatten, hat es aus Kannen gegossen in Verbindung mit eiskaltem Wind. Doch zur Verwunderung waren bei diesem Wetter viele Norweger mit ihren Kindern ebenfalls auf dem Berg unterwegs und so haben wir beschlossen, dass wir von nun an richtige Bergenser sind.
Das Highlight des Tages haben wir aber dem Simon zu verdanken. Als wir in der Kälte und strömendem Regen dastanden und auf die Franzosen warteten, packte er ne Packung Joghurette aus. Dieser Geschmack, dieser Genuss, das hat einfach alles wieder gut gemacht. Während des Weges nach unten haben wir uns dann von den Franzosen getrennt, weil die essen wollten, wir aber nach Hause unter die Dusche.
Der Samstagabend war sehr cool. Hab mich mit dem Kerl getroffen, den ich aufm Tranca-Abend kennengelernt habe. Wir waren dann sogar noch Tischtennis spielen. Und ich hab nich einen Moment lang daran gedacht, dass der Pedder heut ja Party feiert, wo alle meine Freunde hingehn und Spaß haben werden. Das war echt ne gute Ablenkung.

Sonntagmorgen sollte ich aus meinem inneren Kalender streichen. Ich wachte auf mit dem mega Muskelkater, erstens wegen dem Wandern gestern und zweitens vom Tischtennis spielen. Dann wollte ich meine Wäsche waschen gehn und habs halt geschafft, mich auszusperren. Doch ich fand nen Bekannten und ne Freundin, die mir geholfen haben, die Schaniere auszubauen und die Tür aus den Angeln zu hebeln. So musste ich nich den Sicherheitsdienst rufen und keine 300NOK bezahlen.

Trance-Party

22.9.
Da ich schon immer ein Mensch war, der nich "nein" sagen konnte, bin ich in der Volunteergroup von unserem Wohnheimsclub gelandet. Also stand heute eine Trance-Party an, die wir organisiert hatten und für die wir dekorieren mussten. Das war einerseits lusitg andererseits gar nich so ungefährlich, weil wir keine Leiter hatten und auf der Fensterbank bzw. auf nem Barhocker der auf nem Tisch stand rumgehampelt sind.

Nachdem wir mit dem dekorieren fertig waren, kamen ich und Benjamin (der andere Deutsche in der Truppe) überein, dass es aussieht wie ne sehr billige, deutsche Faschingsparty. Aber naja, andere Länder andere Sitten.

Da ich am 9.9. aufgehört hatte zu rauchen, hat mir die eine Zigarette, die ich vor der Party geraucht hatte, vollkommen den Kreislauf weggehauen. Aber nachdem ich in meinem Bad nochmal über die Pizza nachgedacht hatte und ne Stunde auf meinem Bett gelegen hatte, gings mir wieder besser und ich bin wieder runter auf die Party. Dort hab ich dann noch einige Leute kennengelernt, unter anderem nen Freiburger mit hessischer Abstammung. Der erste Mensch, mit dem ich hessisch babbeln kann.
Nachdem die Party zu Ende war und wir abgeschmückt hatten, bin ich noch zu ner Zimmerparty von ner Bekannten. Da hab ich dann irgendnem Kerl meine halbe Lebensgeschichte erzählt, während um mich herum Pärchenbildung stattfand. Bis ich im Bett war, wars etwa fünf Uhr morgens.

Freitag, 28. September 2007

Spazieren gehen in Norwegen

18.9
Ich wusste nich, auf was ich mich einließ, als Johanna mich anrief und meinte: "Hey Tanja, wir gehn jetzt ein bisschen spazieren und schaun mal wo der Wnaderweg in Richtung Ulriken losgeht." Genau das war der Wortlaut und gegen ne Runde spazieren gehn hatte ich nichts einzuwenden. Ich sagte zu. Was ich mitnahm waren Turnschuhe, und einen leeren Rucksack, weil ich hinterher noch zum Supermarkt wollte. Naja, und ich hatte zufällig noch meinen Pulli umgebunden. So stiefelten wir dann los.Schon im Wohngebiet war ich fertig mit der Wlet und wollte wieder umdrehn. Doch die Mädels und die Aussicht konnten mich dann doch motivieren weiter zu gehn.



Als wir eine alte Dame mit Hund fragten, wo denn der Wanderweg losgeht, deutete sie auf einen kleinen Pfad und erklärte, dieser Weg sei schöner, als der gekennzeichnete Wanderweg. Und so machten wir uns auf den Weg den Natlandfjellet zu erklimmen. Was eigentlich irgendwann mal als Spaziergang geplant war, artete in eine Zwei-stunden-Wanderung aus, die zwischendurch mit Freeclimbing und Schlammtauchen zu einem Abenteuer wurde. Aber wie das in Norwegen immer so is, die Aussicht hat sich wirklich gelohnt und die Landschaft wars echt wert.





Naja, und während wir uns abgequält haben, die Felsen zu erklettern, kamen uns joggende Norweger entgegen. Die sind halt so heftig drauf. Wenn ich da hoch-oder runterjoggen würde, würde ich mir nicht NUR die Hacksen brechen, sondern alles...
Den Plan noch auf den Ulriken hochzukrakseln, konnt ich den beiden wanderbegeisterten Mädels aber aus dem Kopf schlagen und wir sind dann doch nach Hause gefahrn. Es war ja auch schon recht kühl und recht spät. Und da haben wir die Tour auf den Ulriken auf nicht festgelegte Zeit nach hinten verschoben.

Sonntag, 23. September 2007

Hole in the Sky

23.8.-25.8.
Hole in the Sky-Festival
Ich hab mich mit Doro in der Garage getroffen, da sie ein Ticket fürs Festival hatte. Naja, auch wenn man kein Ticket hat, kommt man in die Kneipe rein und kann dort den Abend verbringn und lustige Leute kennenlernen. Was bei mir auch der Fall war. Das spaßige war, dass ich zu 90 % Leute kennengelernt habe, die nich aus Norwegen kamen.


Aber der einzige Norweger, mit dem ich mich unterhalten habe, der hat mir dann für sehr wenig Geld ein Ticket für Freitag und Samstag verkauft. Eigentlich mag ich Black-Metal ja nich so, aber was solls, hab ich mir gedacht. Ich bin dann mit dem letzten Bus nach Haus gefahrn.

Freitags hab ich mich dann mit nem Mädel ausm Wohnheim getroffen, wir haben bei ihr vorgeglüht und sind dann zusammen aufs Festival. Dort haben wir draußen im Biergarten nochmehr von unseren Erasmusleuten getroffen. Aber die meißten davon hatten gar keine Karten.Drinnen trafen wir den kleinen anhänglichen Franzosen, der zu uns sagte, er sei mim Auto da und könne uns mitnehmen. Auf die Frage hin, wie weit von der Halle er weg geparkt habe, kam die Antwort: so 500 bis 700m.
Wir hatten nen geilen Abend und hatten unsern Spaß mit Dingen, die sich z.B. Panini-Toast nannten und wir sie mit Stickeralben in Verbindung gebracht haben.
Als dann die Konzerte zu Ende waren und man in Norwegen relativ schnell aus der Halle gekehrt wird, ging es darum zum Auto zu laufen. Naja, es hat in Strömen geregnet und die 500 bis 700m des Franzosen haben sich als 3km herausgestellt und wir sind ganze 40 min zum Auto gelaufen. Kleine Anmerkung am Rande: Von der Halle bis zum Wohnheim laufen, hätte 80 min gedauert. Ich wollte den kleinen Franzosen einfach nur umbringen.

Am nächsten Tag haben wir wieder bei Sandra vorgeglüht und Gott sei dank, hatte sie sich beschlossen samstags selbst zu fahren. Weil sie eben auch keine lust hatte wieder Ewigkeiten zum Auto zu laufen, wären wir wieder mit Thomas gefahrn.
Auch heute ham wir echt abgefeiert und ich stand sogar relativ lange in der ersten Reihe direkt am Gitter, was mal ne ganz neue Erfahrung war.


Aber irgendwann war ich echt kaputt und wollte einfach nur noch nach Hause in mein Bett. Da bin ich dann auch irgendwann nachts noch gelandet.
Ich muss aber wirklich zugeben: Dafür, dass ich keinen Blackmetal mag, war es ein echt geiles Festival. Nur für den Originalpreis wär ich nich hingegangen. Da kannste für aufs Wacken fahrn und noch nen Kasten Bier kaufen.