In dieser Woche hatten wir Informations-und Mentorwoche. Morgens hatten wir Vorträge und Ähnliches, die teilweise von der eigenen Fakultät und teilweise fakultätsübergreifend organisiert wurden. Nachmittags und abends gab es ebenfalls Programm. Dieses wurde dann von den Mentoren (norwg. fadder) organisiert und geleitet. An einem Abend waren wir zuerst bei einem der Mentoren zu Hause und hatten ein Vorspill (was soviel bedeutet wie vorglühn). Es war recht lustig, da wir mit ca. 20 Leuten in einem sehr kleinen Wohnzimmer zusammengepfercht waren.
Danach waren wir im "Hulen". Das is eine Rock/Punk- Disco, die sich in einem alten Bunker im Inneren eines Berges befindet. Sehr geile Location, aber leider war die Musik, oder nennen wir es akustische Signale, an diesem Abend nich so unbedingt mein Ding. Doch nachdem wir ein paar herrenlose Biere adoptiert hatten, wurde es doch noch spaßig. Wir sind ziemlich früh gegangen, da wir den Weg zur Bushaltestelle nicht wussten und derjenige, der uns mitnehmen wollte eben schon früh aubgehaun ist.
An einem anderen Abend dieser Woche trafen wir uns abends mit den Mentoren in der Studentendisco namens "Studenten". Die akustischen Signale und dazugehörendes Publikum in diesem Schuppen gingen mir schon aufn Keks, da warn wir keine 2min dadrin. Der Türsteher hatte am Eingang zu mir gesagt, ich solle meinen Hut absetzen, wenn ich reingeh. Diese Logik wollte nich in meinen kleinen Kopf rein. Als ich unseren Mentor nach eventuellen Gründen dafür fragte, hat er mich nur total verwirrt angeschaut. Er verschwand dann an die Theke um nachzufragen. Als er wiederkam, erklärte er mir, wenn ich am Tisch säße, könne ich den Hut ruhig aufhaben, aber wenn ich an die Theke geh um Alkohol zu bestellen, muss ich ihn absetzen, weil die Barkeeper meine Augen sehn wollen. Denn wer besoffen guckt, der kriegt nix mehr. Lustige Sitten in Norwegen.
Nach einem Verweilen von etwa 30min konnte ich es einfach nich mehr ertragen. Ich hab meinen Rest Bier Johanna und Nadine gegeben und hab gesagt, wenn sie zum Bus gehen, sollen sie mich im "Inside" (die zweite Metalkneipe) einsammeln. Das is gott sein dank genau schräg gegenüber. Da wurde ich dann von einem hässlichen Kerl mitte 30 angeschwafelt. Doch zum glück kamen die andern dann nach, weil sie die akustischen Signale (nein, ich nenn es immernoch nich musik) auch nicht mehr ausgehalten hatten. Wir hatten dann noch einen sehr lustigen Abend und amüsierten uns prächtig über die Toilettentüren in diesem Laden.
Ich glaube, wir ham den letzten Bus nach Fantoft, welcher um 10 vor 1 fährt, noch erwischt.
Freitags waren wir dann wieder mit den Mentoren unterwegs. Dieser Spaß nannte sich Pub-Safari. Die akusitischen Signale waren mal wieder nich ganz mein Stil und noch dazu war es Karaoke. Ergo es war gar nich mal so gut. Aber was solls... Ich hab sehr lustige leute kennengelernt und wir hatten richtig unseren Spaß.
Den ersten und letzten Schnaps in Norwegen getrunken. Ganze 54 NOK hingeblättert, das sind in etwa 7 Euro. Und er hat beschissen geschmeckt. Eigetnlich hatte ich nach Jägermeister gefragt, aber die Tuuse hinter der Theke hat was gelabert von, der Jägermeister wär schon 18 Jahre alt und den darf sie nicht mehr verkaufen. So ein Unsinn.
Im nächsten Schuppen, in den wir alle rein sind, war es halt viel zu eng für so viele Menschen und wir ham uns doch relativ schnell wieder verdrückt und auf den Heimweg gemacht.
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