Samstag, 6. Oktober 2007

Lesewoche

1.10.-5.10.
Diese Woche fielen fast alle Kurse der Uni aus, weil wir Lesewoche hatten. Und was machen die Studenten, wenn sie frei haben? -Richtig. Sie gehen saufen. Das haben wir am Montag Abend z.B. gemacht. Da im Inside montags abends das Bier "nur" 29 NOK kostet, konnte ich Thomas dazu motivieren mit mir dahin zu gehn. Wir haben vorher bei mir bissi vorgeglüht. Das hat mich dazu bewogen vorher mein Zimmer mal wieder richtig auf Fordermann zu bringen. Na, jedenfalls haben wir sogar tiefsinnige Gespräche geführt, was ich echt mal wieder gebraucht habe. Sind dann mim letzten Bus nach Hause gefahren.

Dienstag war ich mit den Mädels in der Stadt. Als ich nach Hause kam, war echt noch superschönes Wetter und ich bin mit Thomas nochmal zur Stabkirche gelaufen. Haben ein paar tolle Photos gemacht und ich hab beinahe einen Herzstillstand gehabt, weil der Kerl die steile Felswand runterkrackselt.



Wir haben uns dann relativ lange mit ner jungen Dame unterhalten, die wir dort getroffen haben. Danach waren wir noch kurz im Supermarkt. Den Abend hab ich dann, so wie immer vor meinem Laptop verbracht.

Mittwoch hab ich es endlich geschafft, auf den Ulriken (der höchste Berg rund um Bergen) hochzuwandern. Thomas, das Weichei wollte von Anfang an mit der Gondel fahren, die hatte aber zum Glück wegen Dreharbeiten geschlossen.
An der ersten Weggabelung wussten wir nich wirklich welchen Weg wir wählen sollen. Also sind wir dann zwei Frauen gefolgt. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass dies eher ein Kletterweg als ein Wanderweg war. Naja, aufgrund dessen, dass meine Begleitung lange keinen Sport mehr gemacht hatte, mussten wir sehr oft pausieren.





Aber dabei konnten wir die schöne Landschaft und die tolle Aussicht genießen. Ich hatte jedenfalls ne Menge Spaß, als wir Freeclimbing betrieben haben und wie die Gemsen in der Felswand hingen. Und das Wetter hat auch mitgespielt. War also ein sehr schöner Tag, obwohl wir hinterher ganz schön zerstört waren. Vor allem, weil der Abstieg sehr hart war und ziemlich auf die Gelenke ging. Den Abend haben wir im Klubb Fantoft bei einem Feierabendbierchen ausklingen lassen.

Am Donnerstag hatte ich nich wirklich was zu tun, also hab ich mich den andern angeschlossen. Die mussten in die Uni und dies und jenes in der Bib und am Kopierer erledigen. Im Supermarkt waren wir dann auch noch kurz. Was an diesem Tag noch so alles passiert ist, scheint nich besonders wichtig gewesen zu sein, da ich mich grade nich mehr daran erinnern kann. Aber saufen waren wir nicht,soviel weiß ich noch...

Freitag waren wir beim folksregisteret (sowas wies Einwohnermeldeamt). Ich bin jetzt offiziell in Norwegen und bekomme in zwei Wochen meine norwegische ID-Nummer zugeschickt. Klingt wichtig, gelle?
Nachmittags waren wir dann wieder wandern. Wir sind erstma ne halbe Ewigkeit mim Bus dahingegondelt. Wie der Berg hieß, weiß ich leider nich mehr, aber es war ne sehr schöne Tour. Auf der Hochebene gibt es zwei Seen, um die man herumwandern kann. Das war richtig toll, da sich die umgebenden Berggipfel im klaren Wasser spiegelten.





Als wir die Spitze erreicht hatten, haben wir erstmal schön Picknick gemacht und Klein-Deppi-Tanja hat ihre halbe Brotdose mit Keksen aus Versehen ausgeschüttet. Naja, dann haben die Vögel auch was davon.

Als wir den Berg runtergestolpert waren, haben wir uns an die nächstgelegene Bushaltestelle gesetzt und auf den Bus gewartet. Der kam aber leider, auch nach ner halben Sunde warten, nich. Irgendwie ham die scheinbar die Bushaltestelle still gelegt und vergessen das Schild abzumontieren. Sind dann zur nächsten hingelaufen und da kam dann tatsächlich innerhalb von 5min ein Bus, der uns wieder nach Hause gebracht hat.
Am Abend haben wir dann ne kleine Party in der Küche im 14. gefeiert, um Nadines Besuch zu verabschieden. Am Ende waren wir dann noch im Fantoft Klubb wos wieder mal feuchtfröhlich zuging...Die Bilder dazu will aber niemand sehn. Irgendwann sind wir dann betrunken in unsere Betten gefallen. Und so nahm die Lesewoche ein glorreiches Ende, ohne dass man auch nur eine Seite der Texte für die Uni gelesen hatte.

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